ZBB 2020, 274

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2199-1715 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2020 AufsätzeKai-Oliver Knops* / Calvin Fromm**

Pflichtangaben in Verbraucherdarlehensverträgen auf dem Prüfstand des EuGH

Vielfach streiten Banken und Verbraucher vor Gericht über die Wirksamkeit von Widerrufen von Verbraucherdarlehensverträgen. In den letzten Jahren betreffen diese neben Immobilienfinanzierungen zunehmend auch Allgemein-Verbraucherdarlehen, die zur Anschaffung von Kraftfahrzeugen o. Ä. abgeschlossen wurden und bei denen die Widerrufsinformationen zum Teil höchst unterschiedlich formuliert sind. Nachdem die neuere Rechtsprechung in Deutschland Verbrauchern massenweise eine Rückabwicklung von Verbraucherdarlehen aller Art versagt, weil sie trotz Weglassungen, zweifelhafter Formulierungen oder erheblicher Abweichungen von den Musterbelehrungen ordnungsgemäß über das ihnen zustehende Widerrufsrecht informiert worden seien,1 hat das LG Ravensburg in mehreren Verfahren2 dem EuGH zahlreiche Fragen zur Auslegung der Verbraucherkreditrichtlinie vorgelegt, denen im Folgenden nachgegangen werden soll. Zunächst ist kurz ZBB 2020, 275auf die rechtlichen Rahmenbedingungen (II) einzugehen, um dann zu den einzelnen Vorlagefragen des Vorlagebeschlusses vom 31. 3. 2020 betreffend den Inhalt der zu erteilenden Pflichtangaben gem. Art. 10 Abs. 2 lit. a, d, l, r, s und t VerbrKrRiL3 konkret Stellung zu beziehen (III).4

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Rechtlicher Rahmen
  • III. Pflichtangaben
    • 1. Art des Kredits, Art. 10 Abs. 2 lit. a VerbrKrRiL
      • 1.1 Wortlaut und Entstehungsgeschichte
      • 1.2 Richtlinieninterne Systematik
      • 1.3 Richtlinienübergreifende Systematik
      • 1.4 Beantwortung der Vorlagefrage
    • 2. Inanspruchnahme des Kredits, Art. 10 Abs. 2 lit. d VerbrKrRiL
    • 3. Angaben zum Verzugszinssatz, Art. 10 Abs. 2 lit. l VerbrKrRiL
      • 3.1 Anfänglicher Verzugszinssatz
        • 3.1.1 Konkrete Angabe
        • 3.1.2 Abstrakte Angabe
      • 3.2 Anpassung des Verzugszinssatzes
      • 3.3 Beantwortung der Vorlagefrage
    • 4. Vorfälligkeitsentschädigung, Art. 10 Abs. 2 lit. r VerbrKrRiL
      • 4.1 Konkreter Rechenweg
      • 4.2 Folge unvollständiger Angaben
      • 4.3 Beantwortung der Vorlagefrage
    • 5. Kündigungsvoraussetzungen und -modalitäten, Art. 10 Abs. 2 lit. s VerbrKrRiL
      • 5.1 Nationale Kündigungsrechte
      • 5.2 Abweichende nationale Regelung
      • 5.3 Frist und Form der Erklärung
      • 5.4 Beantwortung der Vorlagefrage
    • 6. Zugang zu Beschwerdeverfahren, Art. 10 Abs. 2 lit. t VerbrKrRiL
  • IV. Zusammenfassung und Ausblick
*
*)
Prof. Dr. iur., Inhaber des Lehrstuhls für Zivil- und Wirtschaftsrecht, insb. Bank-, Kapitalmarkt- und Verbraucherrecht an der Universität Hamburg
**
**)
Cand. jur., studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zivil- und Wirtschaftsrecht, insb. Bank-, Kapitalmarkt- und Verbraucherrecht an der Universität Hamburg
1
1)
Vgl. zuletzt nur BGH NJW 2020, 461 = WM 2019, 2353 = WuB 2020, 133 (Hoelldampf); OLG Stuttgart WM 2019, 2312 = WuB 2020, 124 (Knops/Fromm).
2
2)
LG Ravensburg, EuGH-Vorlage v. 31. 3. 2020 – 2 O 294/19; LG Ravensburg, EuGH-Vorlage v. 5. 3. 2020 – 2 O 328/19, 2 O 280/19, 2 O 334/19, (EuGH-Az. Rs C-155/20); LG Ravensburg, EuGH-Vorlage v. 7. 1. 2020 – 2 O 315/19, (EuGH-Az. Rs C-33/20); vgl. LG Ravensburg, EuGH-Vorlage v. 7. 7. 2020 – 2 O 84/20, ZBB 2020, 317 (in diesem Heft) = juris, deren Fragen sich teilweise mit denen der anderen Vorlagen überschneiden (s. Rz. 193).
3
3)
RL 2008/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. 23. 4. 2008 über Verbraucherkreditverträge und zur Aufhebung der RL 87/102/EWG des Rates, ABl L 133/66 v. 22. 5. 2008.
4
4)
Auf die weiteren Vorlagefragen betreffend den Einwand der Verwirkung und des Rechtsmissbrauchs von Verbraucherwiderrufen wird in anderen Zeitschriften eingegangen werden.

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