ZBB 2012, 399
Diskussionsbericht zu dem Referat von Jörg Rocholl und zu dem Korreferat von Jochen Bigus – Corporate Governance von Banken
In der Diskussion zu den Beiträgen von Rocholl (ZBB 2012, 388, in diesem Heft) und Bigus (ZBB 2012, 393, in diesem Heft) wurde zunächst hinterfragt, ob Corporate Governance ein wirksames Instrument zur Krisenvermeidung darstellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Corporate-Governance-Regeln oftmals unterlaufen werden, z. B. im Bereich der Mitarbeiterentlohnung. So werden langfristige Entlohnungskomponenten, welche bei einem Wechsel des Arbeitgebers üblicherweise verfallen, meist vom zukünftigen Arbeitgeber bar ausgezahlt. Zudem wurde kritisch hinterfragt, inwieweit Zusammenhänge zwischen Corporate Governance und Firmenerfolg empirisch messbar sind. Denn sowohl die Qualität der Governance als auch deren Ausrichtung (Shareholder-Orientierung) lassen sich nicht klar erfassen. Die Rolle der Corporate Governance in der aktuellen Krise ist nicht abschließend geklärt; es bestand jedoch Konsens, dass Regulierung ein geeigneteres Mittel zur Krisenprävention darstellt.
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- *)Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationales Finanzmanagement (Professor Dr. Günter Franke), Universität Konstanz
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