ZBB 2012, 388
Diskussionsbericht zu dem Referat von Michael Maifarth und zu dem Korreferat von Andreas Engert – Eigenkapitalerfordernisse und Bilanzierungsvorschriften als Steuermechanismen
Im Anschluss an den Vortrag von Maifarth (ZBB 2012, 373, in diesem Heft) und das Korreferat von Engert (ZBB 2012, 383, in diesem Heft) wurde zunächst kontrovers diskutiert, ob Kreditzusagen von Banken an Conduits mit Laufzeiten von unter einem Jahr, aber ständiger Erneuerung, als de facto unbefristet anzusehen sind. Während darauf hingewiesen wurde, dass in der Praxis sehr wohl darauf geachtet wurde, eine zwingende Erneuerung der Kreditzusage zu vermeiden, blieb Maifarth bei seiner These, dass Kreditlinien mit Laufzeiten von 364 Tagen durch die Nichtanrechenbarkeit auf die Risikoaktiva motiviert waren, tatsächlich aber auf längere Zeit angelegt waren. Engert verwies zudem auf eine empirische Studie, in der eindeutig festgestellt wurde, dass 364-Tage-Kreditlinien in der Praxis stets fortgeführt wurden. Ebenso wurde Maifarths These kontrovers diskutiert, dass Hybridkapital destabilisierend oder gar krisenverschärfend gewirkt habe, weil Hybridkapitalgeber nicht mit einem Kapitalverlust gerechnet hätten.
- *
- *)Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Finanzmanagement (Professor Dr. h. c. Günter Franke), Universität Konstanz
Der Inhalt dieses Beitrags ist nicht frei verfügbar.
Für Abonnenten ist der Zugang zu Aufsätzen und Rechtsprechung frei.
Sollten Sie über kein Abonnement verfügen, können Sie den gewünschten Beitrag trotzdem kostenpflichtig erwerben:
Erwerben Sie den gewünschten Beitrag kostenpflichtig per Rechnung.
Erwerben Sie den gewünschten Beitrag kostenpflichtig mit PayPal.