ZBB 2019, 262
Basiszins: Vielfalt statt Einheit!
Das IDW stellt bei seinen Vorgaben für die Ermittlung des Basiszinses in der Unternehmensbewertung grundsätzlich auf die NSS-Zinsstruktur der Deutschen Bundesbank ab, lässt aber neben der Verwendung periodenabhängiger Spot Rates auch einen einheitlichen Basiszins zu. Die folgende Studie zeigt, dass die in der Praxis dominierende Verwendung eines Einheitszinses eine systematische Verzerrung hervorruft, die bei normalen Kapitalmarktverhältnissen zu überhöhten Diskontierungszinsen und mithin zu reduzierten Unternehmenswerten führt. Damit erweist sich der Einheitszins zumindest bei rechtsgeprägten Unternehmensbewertungen als ungeeignet und sollte nicht mehr eingesetzt werden.
Inhaltsübersicht
- I. Einleitung
- II. Der Einheitszins und seine Kritiker
- 1. Die barwertäquivalente Umformung
- 2. Kritische Stimmen
- III. Viel Lärm um nichts?
- IV. Notwendige Komplexitätsreduktion – oder: Warum erst jetzt?
- 1. Das Problem
- 2. Ökonomisch sinnvolle Voraussetzungen
- 3. Behauptung und Nachweis
- V. Der empirische Abgleich
- VI. Fazit
- *
- *)Prof. Dr. rer. pol., Universität Würzburg
- **
- **)Prof. a. D. Dr. rer. pol., Dr. rer. pol. h. c., Freie Universität Berlin
- ***
- ***)Prof. Dr. rer. nat., Dr. rer. pol., Freie Universität Berlin
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