ZBB 2010, 280

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2010 AufsätzeChristian Schröder*

Die Komplexität synthetischer Finanzprodukte als Ursache für Vertrauensverluste und kriminogenes Verhalten am Kapitalmarkt

Der Aufsatz stellt dar, wie komplexe Finanzprodukte und Geschäftsmodelle deliktischen Handlungen als Einfallstor dienen können. Er wirft zugleich einen kritischen Blick auf die Komplexität von Vertragsbedingungen, die im Vorfeld der Finanzkrise zu oft auch dazu diente, Risiken zu überspielen. Dem Ruf nach internationaler Regulierung wird nach einem ernüchternden Blick auf das europäisierte Kapitalmarktrecht nicht vorbehaltlos zugestimmt. Das EU-Recht hat in der Vergangenheit seinerseits die Komplexität über Gebühr gesteigert und zur Entstehung schwerer Finanzkrisen beigetragen.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Bewusst erzeugte Komplexität als Problem des Kapitalmarktes
    • 1. Komplexe Spekulationsprodukte für Private
      • 1.1 Allgemeines zu Zertifikaten
      • 1.2 Der Optionsschein: Von der Unternehmensfinanzierung zum Covered Warrent
        • 1.2.1 Optionsscheine und Optionsanleihen
        • 1.2.2 Der abgetrennte Optionsschein
        • 1.2.3 Naked Warrants bzw. Covered Warrants
        • 1.2.4 Index-Optionsscheine als Schritt zum Barausgleich
        • 1.2.5 Weitere Steigerung des spekulativen Charakters
        • 1.2.6 Zwischenfazit
      • 1.3 Das Zertifikat und die Verbriefung von Optionsrisiken
        • 1.3.1 Die Entwicklung der Bonus-Zertifikate
        • 1.3.2 Aberwitzige Risikosteigerung durch Multi-Bonus-Zertifikate
        • 1.3.3 Risikobewusstsein bei den Käufern der Zertifikate
      • 1.4 Die strafrechtliche Dimension
    • 2. Risikoüberspielende Komplexität und professionelle Märkte
      • 2.1 Allgemeines
      • 2.2 Die Komplexität des ABS-Geschäfts als Einfallstor für betrügerische Handlungen
        • 2.2.1 Verbriefung von Kreditrisiken in ABS
        • 2.2.2 Vertrauen und Rating-Agenturen
        • 2.2.3 Mortgage-Fraud
      • 2.3 ABCP-Programme als Ausdruck eines kriminogenen Umgangs mit ABS-Anleihen
        • 2.3.1 Weitere Gründe für die Krise
        • 2.3.2 Exzessive Fristentransformation in Conduits
        • 2.3.3 Risikosteigernde Komplexität als Schritt in die Untreue
  • III. Bewältigungsstrategien und Perspektiven
    • 1. Problemlösung durch Regulierung?
      • 1.1 Zum gegenwärtigen Zustand des Kapitalmarktrechts
      • 1.2 Regelungsaktionismus und mutierende Gesetze
      • 1.3 Gefahren bei weiterer Regulierung
    • 2. Zur Notwendigkeit einer aufrichtigen Diskussion komplexer Geschäfte
  • IV. Zusammenfassung
*
*)
Dr. iur., Universitätsprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Inhaber des Lehrstuhls für Straf- und Strafprozessrecht, an dem im Jahr 2010 die neu gegründete „Forschungsstelle Kapitalmarktrecht“ angebunden wurde.

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