ZBB 2006, 283

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2006 AufsätzePeter Grundke*

Regulatorische Erfassung von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch von Banken

Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) sieht erstmals eine explizite Regulierung von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch von Banken vor. Anders als bei den Kredit-, sonstigen Markt- oder den operationellen Risiken ist jedoch zunächst keine Unterlegung mit regulatorischem Eigenkapital vorgesehen, sondern im Rahmen der Säule II soll mittels eines standardisierten Zinsschocks das Zinsexposure einer Bank gemessen werden. Wird hierbei die zulässige Höchstgrenze überschritten, erfolgt eine Klassifizierung des Kreditinstituts als „Ausreißer-Bank“, was eine verstärkte Beobachtung durch die Bankenaufsicht zur Folge hat. Im Gegensatz zu den Eigenkapitalunterlegungsvorschriften der Säule I wurden jedoch keine Auswirkungsstudien durchgeführt, in denen die Fähigkeit der Zinsschock-Regel, überhöhte Zinsexposures zu identifizieren, überprüft wurde. Insbesondere kann nicht ausgeschlossen werden, dass unterschiedliche bankinterne Verfahren des Zinsrisikomanagements sowie Ermessensspielräume innerhalb der Verfahren sich negativ auf die Identifikationsleistung der Zinsschock-Regel auswirken. Im vorliegenden Aufsatz wird dieser Aspekt anhand typischer Probleme aus dem Zinsrisikomanagement von Banken, wie der Erfassung von „eingebetteten“ Optionen oder variabel verzinslichen Geschäften, diskutiert. Des Weiteren wird modelltheoretisch aufgezeigt, wie Zinsrisiken und Kreditrisiken als zweite wesentliche Risikoart des Anlagebuches simultan modelliert und gemessen werden können. Auf diese Weise könnten Diversifikationseffekte zwischen den durch die diese beiden Risikoarten induzierten Gewinnen und Verlusten direkt berücksichtigt werden.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Die zweite Säule der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung
  • III. Die Zinsschock-Regel
  • IV. Problemfelder bei der Anwendung der Zinsschock-Regel
    • 1. Erfassung von „eingebetteten“ Optionen
    • 2. Erfassung von variabel verzinslichen Positionen
    • 3. Weitere Problemfelder
    • 4. Tests der Zinsschock-Regel
  • V. Messung von Zinsrisiken aus einer „Bottom up“-Risikomanagement-Perspektive
    • 1. Problemstellung
    • 2. Modell
    • 3. Parameter
    • 4. Simulationsergebnisse
  • VI. Zusammenfassung
*
*)
Dr. rer. pol., Wissenschaftlicher Assistent an der Universität zu Köln

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