ZBB 2008, 180

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2008 AufsätzeArmin Höll* / Philipp Jostarndt**

Unternehmenssanierung durch Eigenkapitalemission – Eine ökonomische Analyse

Während Eigenkapitalerhöhungen bei finanzieller Schieflage des Schuldners in angelsächsischen Finanzsystemen nur eine untergeordnete Rolle spielen, stellen sie am deutschen Kapitalmarkt ein gängiges Instrument zur Unternehmenssanierung dar. Der vorliegende Beitrag entwickelt ein einfaches ökonomisches Modell zur Erklärung der Erfolgsdeterminanten dieser Maßnahme und zeigt Unterschiede in der Interessenlage von Gläubigern, Altaktionären und Neuinvestoren zur Zeichnung junger Aktien bei finanzieller Schieflage auf. Als Einflussgrößen werden die Erwartungen über zukünftige Auszahlungen des Unternehmens, der Vermögenstransfer zu Gläubigern und Altaktionären, nicht finanzielle Interessen eines Investors am Unternehmen, die Bereitschaft von Altaktionären und Gläubigern zum Anspruchsverzicht und das gesetzliche Bezugsrecht identifiziert. Es zeigt sich, dass der Erfolg einer Aktienemission positiv von dem zukünftigen Wertschöpfungspotential eines Unternehmens und negativ von den Vermögenstransfers an Gläubiger und Altaktionäre des Unternehmens abhängt. Sowohl Altaktionäre als auch Gläubiger haben einen Anreiz, sich unter Anspruchsverzicht für eine Aktienemission einzusetzen. Der Verzicht auf das gesetzliche Bezugsrecht schafft einen Investitionsanreiz insbesondere für Neuinvestoren und kann die Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung erhöhen.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Theoretische Überlegungen zu Aktienemissionen als Sanierungsinstrument
  • III. Ein einfaches Modell zur Eigenkapitalaufnahme bei finanzieller Schieflage
    • 1. Grundmodell
      • 1.1 Annahmen des Grundmodells
      • 1.2 Investitionsanreiz für neue Investoren
      • 1.3 Investitionsanreiz für Gläubiger
      • 1.4 Investitionsanreiz für Altaktionäre
      • 1.5 Zusammenfassung und Vergleich der drei Investorentypen
    • 2. Erweiterungen des Grundmodells
      • 2.1 Anspruchsverzicht durch Altaktionäre und Gläubiger
        • 2.1.1 Forderungsverzicht durch Gläubiger
        • 2.1.2 Verzicht auf Ansprüche durch Altaktionäre
      • 2.2 Berücksichtigung aktiver Sanierungshilfe und nichtfinanzieller Interessen
        • 2.2.1 Investoren als Sanierungshelfer
        • 2.2.2 Investor mit Interesse an immateriellen Werten des Unternehmens
      • 2.3 Anreizwirkung des gesetzlichen Bezugsrechts
    • 3. Diskussion weiterer Einflussfaktoren auf das Modell
      • 3.1 Kapitalkosten
      • 3.2 Informationsasymmetrien
  • IV. Zusammenfassung und Ausblick
*
*)
Dipl.-Kfm., Unternehmensberater, Bain & Company, Inc., München
**
**)
Dr. rer. pol. Unternehmensberater, Boston Consulting Group GmbH, München

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