ZBB 2007, 169
Der objektivierte Unternehmenswert und das IDW
Theoretische Anmerkungen zum neuen IDW S 1 und praktische Erfahrungen mit seiner Entwurfsversion IDW ES 1 n. F.
Im Jahr 2005 hat das IDW seinen Bewertungsstandard IDW S 1 novelliert. Hinsichtlich der objektivierten Unternehmensbewertung, die u. a. bei aktienrechtlichen Strukturmaßnahmen wie Unternehmensverträgen und Squeeze Outs zur Anwendung kommt, bestehen die wichtigsten Veränderungen in der üblichen Gewinnverwendungsannahme, der Anwendung des Tax CAPM sowie der Bestimmung des Basiszinssatzes. Alle drei Aspekte werden im Folgenden untersucht. Dabei zeigt sich generell, dass richtige Ausgangsüberlegungen insuffizient umgesetzt und von den Anwendern teilweise nicht verstanden wurden. Tendenziell werden Unternehmenswerte dadurch zu niedrig ermittelt, was nicht zuletzt bei der Abfindung von Minderheitsaktionären bereits bestehendes Konfliktpotential noch erheblich erhöht.
Inhaltsübersicht
- I. Einführung
- II. Gewinnverwendung im Halbeinkünfteverfahren
- III. Das Tax CAPM als Bindeglied zwischen Halbeinkünfteverfahren und Diskontierungszins
- IV. Quantitative Auswirkungen durch den Übergang von IDW S 1 (alt) auf IDW S 1 (neu) in der objektivierten Unternehmensbewertung
- V. Erfahrungen in der Umsetzungspraxis
- 1. Berücksichtigung des Thesaurierungseffekts
- 2. Implizite Ausschüttungsquoten
- VI. Die „historische“ Wende bei der Ermittlung des Basiszinssatzes
- VII. Resümee
- *
- *)Dr. rer. pol., Universitätsprofessor an der Universität Würzburg
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