ZBB 2003, 161
Der Ausschluss von Minderheitsaktionären
Empirische Erfahrungen der ersten zehn Monate nach Inkrafttreten der neuen Regelung
Beim Ausschluss der Minderheitsaktionäre nach §§ 327a–f AktG hat der Mehrheitsaktionär großen Einfluss auf die Höhe der Barabfindung. Wie sich dieser Einfluss in der Praxis auswirkt, wird anhand der in den ersten zehn Monaten nach Inkrafttreten der neuen Regelung durchgeführten Minderheitenausschlüsse untersucht. Außerdem wird empirisch untersucht, welche Effekte diese Ereignisse auf die Kurs- und Umsatzentwicklung der Aktien von Unternehmen ausgelöst haben, bei denen die Ausschlussvoraussetzungen gegeben waren. Der Aufsatz trägt damit zur Beantwortung der Frage bei, wie der deutsche Kapitalmarkt das neue Rechtsinstitut des Minderheitenausschlusses wahrnimmt und wie es aus dieser Perspektive zu beurteilen ist.
Inhaltsübersicht
- I. Einleitung
- II. Die Ausschlussregelung der §§ 327a–f AktG
- III. Minderheitenausschlüsse aus börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften
- 1. Angemessene Barabfindung aus Sicht von Hauptaktionär und Minderheitsaktionären
- 2. Prämien bei Ausschlüssen aus börsennotierten Gesellschaften
- 3. Transaktionsvolumina
- 4. Zwischenergebnis
- IV. Empirische Analyse der Ausschlüsse
- 1. Methodisches Vorgehen
- 2. Auswahl der Stichprobe
- 3. Ergebnisse der empirischen Analyse
- 3.1 Ergebnisse zur großen Stichprobe
- 3.2 Ergebnisse zur kleinen Stichprobe
- 4. Zusammenfassung der Ergebnisse der empirischen Analyse
- V. Fazit
- *
- *)Dipl.-Volksw., Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Privaten Universität Witten/Herdecke
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