ZBB 2019, 1

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 2199-1715 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2019 AufsätzeDörte Poelzig*

Die „gespaltene Auslegung“ von Verhaltensnormen im Straf-, Aufsichts- und Zivilrecht oder wer gibt den Ton an?

Zugleich Besprechung von KG, Urt. v. 25. 9. 2018 – (4) 161 Ss 28/18 (35/18), ZBB 2019, 63 sowie BGH, Urt. v. 25. 9. 2018 – II ZR 190/17, ZBB 2019, 58 (beide in diesem Heft)

In zwei aktuellen Entscheidungen jeweils vom 25. 9. 2018 haben der BGH zum Acting in Concert gem. § 34 Abs. 2 WpHG und das KG zur Erlaubnispflicht für den Handel mit Bitcoin gem. § 32 KWG der Auffassung der BaFin, die sie im Emittentenleitfaden bzw. in einem Merkblatt verlautbart hat, ausdrücklich widersprochen. Die Entscheidungen werfen damit die Frage auf, ob und inwieweit bankaufsichts- und kapitalmarktrechtliche Normen, die durch ein Nebeneinander von Straf- bzw. Bußgeld-, Aufsichts- und Zivilrecht durchgesetzt werden, unterschiedlich ausgelegt werden können. Quelle für eine solche gespaltene Auslegung ist vor allem der strafrechtliche Bestimmtheitsgrundsatz, der im Straf- und Bußgeldrecht, aber grundsätzlich nicht im Zivil- und Aufsichtsrecht gilt. Außerdem stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Verlautbarungen der BaFin zu ihrer Rechtsauffassung rechtsgestaltende Wirkung entfalten und eine gespaltene Auslegung verhindern können.

Inhaltsübersicht

  • I. Einleitung
  • II. Entscheidungen des KG und des BGH
    • 1. Streit um Bitcoin als Rechnungseinheit gem. § 1 Abs. 11 Satz 1 Nr. 7 KWG
    • 2. Streit um Einzelfallausnahme gem. § 34 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 WpHG
    • 3. Gespaltene Auslegung im Nebeneinander der Durchsetzungsinstrumente
  • III. Gespaltene Auslegung und strafrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz
    • 1. Meinungsstand
      • 1.1 Strafrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz im Aufsichtsrecht
      • 1.2 Strafrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz im Zivilrecht
    • 2. Argumente für und gegen die gespaltene Auslegung
      • 2.1 Verfassungsrechtliche Maßgaben
        • 2.1.1 Anwendbarkeit des Art. 103 Abs. 2 GG
        • 2.1.2 Einheit der Rechtsordnung
      • 2.2 Europarechtliche Maßgaben
      • 2.3 Wille des Gesetzgebers
    • 3. Zwischenergebnis
  • IV. Gespaltene Auslegung und Verlautbarungen der BaFin
    • 1. Bindungswirkung aufsichtsbehördlicher Verlautbarungen
    • 2. Schuldausschließende Wirkung aufsichtsbehördlicher Verlautbarungen
  • V. Ergebnis
*
*)
Prof. Dr. iur., M.jur. (Oxon.), Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig

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