ZBB 2012, 480

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2012 Rechtsprechung III. Oberlandesgerichte BGB §§ 280, 311; WpHG § 37aZur Aufklärungspflicht der Bank bei einfachen Zinsswap-Geschäften zu Absicherungszwecken BGB§ 280 BGB§ 311 WpHG§ 37a OLG München, Hinweisbeschl. v. 27.03.2012 – 5 U 4137/11 (rechtskräftig; LG München I), EWiR 2012, 653 (Ruland/Wetzig)OLG MünchenHinweisbeschl.27.3.20125 U 4137/11rechtskräftigEWiR 2012, 653 (Ruland/Wetzig)LG München I

Leitsätze der Redaktion:

1. Bei Abschluss eines Zinsswap-Geschäftes bedarf es zur Erfüllung der Aufklärungspflicht wirtschaftlicher Analysen der Gegenwart sowie fundierter Zukunftsprognosen; in der Beratung präsentierte Zahlen aus der Vergangenheit ermöglichen dem Anleger keine fundierte Risikoabschätzung.
2. Der Abschluss von Gegengeschäften in Kenntnis der Verluste des Erstgeschäfts berührt die Kausalitätsvermutung nicht.
3. Ist der Bankberater subjektiv von der Ordnungsgemäßheit seiner Aufklärung ausgegangen, ist ihm lediglich ein Fahrlässigkeitsvorwurf zu machen.
4. Die Verjährung nach § 37a WpHG beginnt mit dem Erwerb des Derivats, mithin mit Abschluss des Swap-Vertrags.

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