ZBB 2003, 303

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2003 Rechtsprechung IV. Oberlandesgerichte BGB §§ 242, 366Verwendung von Veräußerungs- und Vollstreckungserlösen bei einer Vielzahl von Darlehensforderungen BGB§ 242 BGB§ 366 OLG Köln, Urt. v. 04.04.2001 – 13 U 96/00 (rechtskräftig), WM 2003, 1468OLG KölnUrt.4.4.200113 U 96/00rechtskräftigWM 2003, 1468

Leitsätze:

1. Sonderzahlungen des Darlehensschuldners (hier: Erlöse aus freihändigen Grundstücksverkäufen) sind als außerplanmäßige Tilgungen grundsätzlich auf das Kapital zu verrechnen. Ohne anderweitige Vereinbarung oder Leistungsbestimmung ist der Darlehensgläubiger nicht verpflichtet, die Erlöse aus freihändigen Grundstücksverkäufen des Schuldners gleichmäßig auf verschiedene Darlehenskonten zu verteilen, um damit fällige oder rückständige Raten zu begleichen.
2. Die Verrechnung von Erlösen aus der Zwangsverwaltung auf die verschiedenen gesicherten Darlehensforderungen ist in entsprechender Anwendung von § 366 Abs. 2 BGB vorzunehmen. Auch hier besteht daher keine Verpflichtung des Darlehensgläubigers, diese Verwertungserlöse im Interesse des Schuldners auf fällige oder rückständige Raten anderer Darlehen zu verrechnen, um deren Kündigung wegen Zahlungsverzuges zu vermeiden.

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